Unsere Geschichte

Meilensteine aus 100 Jahren Oest

  • Georg Oest gründet in Dornstetten im Schwarzwald eine Fabrik zur Herstellung technischer Öle und Schmierstoffe – die Geburtsstunde der Georg Oest & Cie.

  • Nach dem Erwerb eines Grundstückes in Freudenstadt in der Nähe des Bahnhofs entsteht hier die neue Firmenzentrale mit Büros, Labor und Lager. Im Folgejahr erhält Oest die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Anschlussgleis-Anlage. Von nun an konnten Treibstoffe und Mineralöle in größeren Mengen direkt angeliefert werden.

  • Es entstehen immer mehr Produkte, die für jeden Kundenwunsch aus Gemischen von Grundölen hergestellt werden: Treibriemenwachs, Fette, Bohröl, Lederöl, Wagenfett, Spatfett, Rostschutzfett und Skiwachs, Nähmaschinenöl, Turbinenöle, Transformatorenöle, Fräsöle etc.

  • In den 20er Jahren waren Autobesitzer noch eine Seltenheit. Doch viele Menschen begeisterten sich für Rennveranstaltungen wie das berühmte Solitude-Rennen bei Stuttgart. Viele Fahrzeuge werden mit Motoren- und Getriebeöl von Östol befüllt. In alten Bordbüchern von Mercedes-Benz wurde Östol als Schmierstoff empfohlen.

  • Inzwischen betreibt das Unternehmen auch Niederlassungen in Radolfzell, Freiburg und Karlsruhe. Es gibt immer mehr Automobile. Auch das Luftschiff „Graf Zeppelin“ fährt mit Östol-Betriebsstoff. In Baden, Württemberg-Hohenzollern und im Allgäu stehen mehr als 100 Östol-Zapfstellen.

  • Georg Oest stirbt mit nur knapp 48 Jahren. Er hinterlässt seinen beiden Kindern Hugo und Irma ein solides Unternehmen, das von dem gerade mal 23-jährigen Sohn Hugo weitergeführt wird. Eine wichtige Stütze findet er in dem langjährigen Prokuristen Gustav Killmer.

  • Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird die Mineralölwirtschaft nun durch die „Reichsstelle für Mineralöle“ gesteuert. Kraftstoffe können für Kriegszwecke beschlagnahmt werden. Privatpersonen erhalten Treibstoffe nur noch gegen Mineralölbezugsscheine. Die Firma Oest muss ab 1940 der Heeresverwaltung Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Nach und nach werden immer mehr Mitarbeiter zur Wehrmacht einberufen, auch der junge Firmeninhaber wird eingezogen.

  • Auch in den Nachkriegsjahren unter französischer Besatzung werden Treibstoffe rationiert. Mit der Regenerierung von Altöl gelingt es der Firma Oest, das von der Energiezufuhr abgeschnittene Freudenstadt dennoch mit Kraft- und Schmierstoffen zu versorgen.

  • Beim legendären Ruhestein-Bergrennen von 1946, der ersten Motorsportveranstaltung nach dem Zweiten Weltkrieg, war Östol einer der Hauptsponsoren. Mehr als 30.000 begeisterte Zuschauer verfolgten damals das Geschehen.

  • Die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft führt zu Beginn der 50er-Jahre zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Hugo Oest, dessen Freund Dr. Gerhard Skischally sowie Peter Angelkort leiten mittlerweile die Unternehmensgeschicke zu dritt. Die Entwicklung des Automobilmarktes ist die große Wachstumschance für die Firma Oest.

  •  Am 26.5.1952 wird der Vertrag zwischen dem Verband trustfreier Benzin- und Heizölimporteure der Schweiz und den Gründern der Deutschen AVIA abgeschlossen. Gesellschafter der Deutschen AVIA Mineralöl GmbH ist Hugo Oest und Johann Baptist Wagner aus München. Die rund 250 gemeinsamen Tankstellen werden auf AVIA umgestellt.

  • Der US-Konzern Caltex, bereits in 70 Ländern der Erde vertreten, sucht in Deutschland Partner für das Tankstellengeschäft. Oest scheidet aus dem AVIA-Verbund aus und gründet mit Caltex die Oest-Caltex KG. Die Kooperation der beiden Partner führte zu einem immensen Aufschwung.

  • Unabhängig vom Tankstellengeschäft wird die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Industrieschmierstoffen weiter ausgebaut. Das Labor wird vergrößert, Diplom-Chemiker eingestellt, Außendienstmitarbeiter geschult. Was mit Kraftfahrzeugschmierstoffen begonnen hatte, wird zu einer breiten Produktpalette weiter ausgeweitet.

  • Hugo Oest legt den Grundstein für den heutigen Oest Maschinenbau. In der Anwendungstechnik für Paraffinemulsionen entsteht die Idee „Vorrichtungen zum Herstellen von Leimgemischen“ zu entwickeln. Heute gehört der Oest Maschinenbau zu den führenden Herstellern von Maschinen zum Dosieren, Pumpen, Mischen und Auftragen von Klebstoffgemischen und anderen chemischen Werkstoffen.

  • Caltex zieht sich aus dem europäischen Markt zurück, da die Mutter Texaco selbst in Europa aktiv werden möchte. Caltex steigt aus der Partnerschaft aus – Oest kehrt zur AVIA zurück, wo das Unternehmen bis heute als Gesellschafter erfolgreich fungiert.

  • Die vielfältigen Anwendungsbereiche für Schmierstoffe in der Umformung und Zerspanung im Industrie- und Automotivebereich führen zum weiteren Ausbau des Produktspektrums. Oest setzt weiter auf die eigene Entwicklung und Herstellung. Auch der Maschinenbau expandiert mit neuen, kundenspezifischen Systemlösungen.

  • Die Oest-Stiftung wird ins Leben gerufen. Aus dem Familienbetrieb ist eine breit aufgestellte Gruppe in Form einer Holding mit drei Einzelfirmen entstanden: der Georg Oest Mineralölwerk GmbH & Co. KG, der Oest GmbH & Co. Maschinenbau KG und der Oest Tankstellen GmbH & Co. KG.

  • Hugo Oest stirbt im Alter von 73 Jahren. Seit dem Ausscheiden des Geschäftsführers Gerhard Skischallys im Jahr 1983 leitet zu der Zeit Bernd Ziegler das Unternehmen - bis 1997, danach ist er noch weitere 10 Jahre Mitglied im Stiftungs- und Verwaltungsrat.

  • Das AVIA-Tankstellennetz wird weiter ausgebaut und das Dienstleistungsangebot der Tankstellen erweitert. Es entstehen neue Shop-Konzepte, die bis heute weiterentwickelt und optimiert werden.

  • Durch Modernisierungen in der Produktion, Abfülltechnik und Lagerhaltung werden Effizienz und Flexibilität des Unternehmens weiter gesteigert.

  • Alexander A. Klein wird die Geschäftsführung übernehmen und leitet zukünftig die Geschicke der Oest Gruppe. Im Hinblick auf den weiteren Expansionskurs werden schon bald erste planerische Schritte für den Firmen-Neubau eingeleitet.

  • Für Oest Maschinenbau entsteht ein neues Firmengebäude. Hier können nun auch große Maschinen und komplexe Systemlösungen optimal in den Planungs- und Fertigungsprozess eingebunden werden.

  • Nach nur 18 Monaten Bauzeit ist das neue Firmengebäude im Industriegebiet bezugsfertig. Der Umzug erfolgt im Januar des Folgejahres. In dem vierstöckigen Gebäude sind nun Verwaltung, Vertrieb und Logistik sowie das ca. 700 qm große Hightech-Labor angesiedelt.

  • Der Geschäftsbereich Energie erweitert sein Leistungsspektrum und liefert nun neben Heizöl und Erdgas auch Strom.

  • Bei der ersten Neuauflage der Baiersbronn Classic mit dem legendären Ruhestein Bergrennen von 1946 ist Östol auch 2013 wieder einer der Hauptsponsoren. Die Traditionsmarke Östol mit ihren alten Originalrezepturen ist bei Oldtimerfreunden beliebter denn je.

  • Oest Maschinenbau feiert seinen 50. Geburtstag! Das expandierende Unternehmen kann auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken und gleichzeitig zuversichtlich in die Zukunft schauen. Mit hoher technischer Kompetenz und Innovationskraft werden unter der Leitung von Gerhard Darcis neue Anwendungsbereiche und Märkte erfolgreich erschlossen.

  • 100 Jahre Oest! Eine Erfolgsgeschichte, zu der seit der Firmengründung durch Georg Oest über die Jahrzehnte viele Menschen beigetragen haben. Mit einer großen Jubiläumsfeier wurde das Ereignis gebührend und ausgiebig gefeiert.